Mobilfunk für Rambach: Der Mast wird deutlich kleiner | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Dank des Glasfasernetzes könnte Rambach bis Ende kommenden Jahres Mobilfunk erhalten – mit einem Mast von nur rund 31 Metern Höhe.

Mobilfunk für Rambach: Der Mast wird deutlich kleiner

Auszug aus dem Presseartikel der Werra Rundschau vom 28.10.2026

Kein 81 Meter hoher Funkmast

Rambach bekommt Mobilfunk – durch Glasfaser reicht nun Mast von 30 Metern Höhe aus

STEFANIE SALZMANN

Rambach – Statt des bisher geplanten 83 Meter hohen Mobilfunkmastes soll nun ein nur 31 Meter hoher Mast gebaut werden, der den Weißenbörner Ortsteil dann doch noch ins 21. Jahrhundert befördern soll. Denn bislang ist Rambach ein Funkloch. „Es ist was in Bewegung“, sagt Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer.

… Erreichbarkeit des Mobilfunknetzes ging, haben doch vor allem Denkmalschützer und Naturschützer ein Veto gegen einen 81 Meter hohen Mobilfunkmast eingelegt.

Rambach ist bisher einer der „weißen Flecken“ auf der Mobilfunkkarte Deutschlands und war von der Mobilfunk-Infrastrukturgesellschaft des Bundes (MIG) als „hochprioritäres Projekt“ eingestuft worden.

Wie die MIG jetzt bestätigt, wurde nun eine andere Lösung gefunden. Die MIG mit Sitz im thüringischen Naumburg fördert den Mobilfunkausbau im Auftrag des Bundes dort, wo der Markt allein nicht ausbaut. So entstand auch der Mobilfunkmast am ehemaligen Rittergut Harmutshausen im Ringgau.

Auf den Betrieb eines Mobilfunkmastes über die MIG-Förderung hatte sich ursprünglich Vodafone beworben, benötigte aber den über 80 Meter hohen Mast für seine Antennen, weil das Netz nur über Richtfunk zum nächsten Mast erreichbar war. Das machte Denkmal- und Naturschützern und auch dem Bauamt als Genehmigungsbehörde ziemliche Bauchschmerzen.

Auch Telekom hat sich beworben

Doch unterdessen hatte die Firma Goetel in Weißenborn und Rambach ein Glasfasernetz verlegt und in Betrieb genommen. An das kann Vodafone nun auch den Funkmast anschließen, der somit keine Richtfunkhöhe mehr benötigt. Bauherr des Mastes ist die Deutsche Funkturm.

Obwohl das Förderverfahren durch die MIG eigentlich abgeschlossen ist, hat nun auch die Deutsche Telekom Interesse an Rambach signalisiert und würde das Vordafonnetz dort mit einer eigenen Antenne ergänzen wollen.

Mit dieser Lösung sind nur nach Auskunft der MIG die Behörden im Kreis zufrieden.

Im besten Fall könnte Rambach bis Ende kommenden Jahres ein stabiles Mobilfunknetz haben.