Wasser- und Abwassergebühren steigen in Weißenborn | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Zum 1. Januar 2027 erhöhen sich die Wasser- und Abwassergebühren in Weißenborn trotz kommunalem Zuschuss deutlich.

Wasser- und Abwassergebühren steigen in Weißenborn

Vorabinformation:

Die Gemeindevertretung hat in ihrer letzten Sitzung am 12. Oktober 2026 Beschlüsse gefasst, die bereits in mehreren vorangegangenen Sitzungen ausführlich beraten und diskutiert wurden. Alle diese Sitzungen sind öffentlich – erfreulicherweise sind dabei immer wieder einige Gäste aus der Bevölkerung vor Ort, die den Werdegang von der Erstberatung im Ausschuss mit seinen Für- und Wider-Diskussionen bis hin zum finalen Beschluss in der Gemeindevertretung mitverfolgen.

Der aktuelle Artikel der Werra Rundschau gibt die Erhöhung der Wasser- und Abwassergebühren zum 1. Januar 2027 treffend wieder. Da jedoch nicht jeder die Heimatzeitung liest, möchten wir diese Information hier für die breite Öffentlichkeit zugänglich machen.

Die Beschlüsse zu Wasser- und Abwassergebühren bedeuten leider erneut höhere Ausgaben für unsere Bürgerinnen und Bürger. Dennoch ist Weißenborn – wenn auch nur ein kleiner Trost – weder Spitzenreiter im Werra-Meißner-Kreis noch in Hessen. Natürlich macht das die Situation für den Einzelnen nicht einfacher oder gar besser.

Bevor man jedoch Kritik an der Politik vor Ort übt, bitte ich zu bedenken, dass alle an der Entscheidung und dem Beschluss beteiligten Personen in unserer Gemeinde wohnen und leben und die Mehrkosten ebenso tragen und bezahlen müssen.

Mäurer – Bürgermeister

Artikel aus der Werra Rundschau vom 14. Oktober 2026

Wasser und Abwasser werden teurer

Trotz Zuschuss durch Kommune: Gebühren steigen zum 1. Januar 2027 deutlich an

STEFANIE SALZMANN

Weißenborn – Zum 1. Januar kommenden Jahres werden die Gebühren für Abwasser und Trinkwasser in der Gemeinde Weißenborn deutlich ansteigen. Ab 2027 wird bei den Trinkwassergebühren eine monatliche Grundgebühr von 8 Euro erhoben, der Kubikmeter Wasser wird 2,90 Euro kosten (bisher: Grundgebühr 6 Euro, Kubikmeterpreis 2,46 Euro).

Beim Abwasser wird die monatliche Grundgebühr ebenfalls auf 8 Euro angehoben, der Kubikmeterpreis steigt auf 7,10 Euro (bisher: Grundgebühr: 6 Euro, der Kubikmeterpreis liegt bei 5,90 Euro).

Die seit 2023 erneut deutliche Erhöhung der Gebühren basiert auf einer aktuellen Kalkulation der beiden Gebührenhaushalte. Dabei betonte Weißneborns Bürgermeister Thomas Mäurer, dass es sich auch weiterhin „um einen politischen Preis“ handelt, auf den man sich schon über viele Jahre in der Gemeinde verständigt habe. Denn die Kommune mit weniger als 1000 Einwohnern unterhält für die beiden Ortsteile Weißenborn und Rambach zwei Klärwerke. Eine tatsächlich kostendeckende Gebührenerhebung, wie es der Gesetzgeber vorsieht, „können wir der älteren Bevölkerung nicht zumuten“, so Mäurer.

Laut Hessischem Kommunalabgabengesetz müssen Gebührenhaushalte kostendeckend angelegt werden. „Ich habe das immer offen kommuniziert“, so der Bürgermeister. „Wir haben durch die beiden Klärwerke extrem hohe Fixkosten, aber wenig Einwohner.“ Würde die Gemeinde Weißenborn aktuell die Gebühren für Wasser und Trinkwasser kostendeckend kalkulieren, läge der monatliche Grundpreis beim Trinkwasser bei 6 Euro, der Kubikmeter Wasser würde 3,80 Euro kosten. Beim Abwasser läge der Grundpreis auch bei 6 Euro, für einen Kubikmeter Abwasser würden dann 9,34 Euro fällig werden.

Mit diesem sogenannten „politischen Preis“ werde eine „Halbierung der laut Kalkulation 2026/2027 berechneten Unterdeckung für Wasser auf 16.000 Euro und für Abwasser auf 56.000 Euro erreicht“, heißt es im einstimmig gefassten Beschluss der Gemeindevertretung. Das bedeutet, dass die Gemeinde 72.000 Euro aus dem Haushalt zuschießt.

■ Der Feuerwehrneubau

Die Lenkungsgruppe Feuerwehr hat Anfang Oktober gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro final den Raumplan für den geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses festgelegt. Über diese Vorgaben seien nun alle beteiligten Behörden wie der Landkreis, der Technische Prüfdienst und die Unfallkasse in Kenntnis gesetzt worden. Weiterhin wird jetzt eine neue Kostenschätzung durch das Planungsbüro in den drei Varianten Holzbau, Massivbau und Stahlbau vorgenommen werden. Mit dem Regierungspräsidium wird die Finanzierung besprochen. Bürgermeister Mäurer regte zudem an, dass Ende des Jahres beziehungsweise Anfang 2027 eine Bürgerversammlung einberufen wird, um umfassend über das Thema zu informieren.

■ Die Tourismus-AG

Die Gemeinde Weißenborn möchte eine Arbeitsgemeinschaft Tourismus ins Leben rufen. Die soll weniger von der politischen Gemeinde geführt und gestaltet werden, sondern eigentlich aus der Bevölkerung kommen. Dabei solle es, so der Bürgermeister, nicht um derzeit eher unrealistische Großprojekte wie Skywalk oder Pumptrack gehen, sondern um eine bessere Vernetzung und Bekanntmachung von bestehenden Angeboten – von der Unterkunft bis zum Wanderweg und Erlebnispfad.